Bundesjugendwettbewerb 2008 Drucken E-Mail
Geschrieben von ASJ   
Sonntag, 04 Mai 2008

Bundesjugendwettbewerb 2008 in Bitburg

Was für ein BJW!

Am Donnerstag, 01.05.08, um 07 Uhr morgens, fuhr unser Zug in Lübeck ab. Bepackt mit unseren Koffern und Erste-Hilfe-Taschen ging es für die Schülergruppe bestehend aus Sophie Drünert, Lena Jumpertz, Nathalie Zuther, Ole Simmermacher, Yannick Britt und Steffi Aschberg zuerst nach Hamburg, wo wir uns mit der Jugendgruppe aus Schönkirchen zu einem gemeinsamen Frühstück trafen. Nachdem wir dann Köln erreicht hatten und im Zug nach Bitburg-Erdorf saßen, übten wir zusammen den Kulturteil ein – die Aufgabe war es, einen ASJ-Song zu schreiben, „We will rock you“ von Queen musste dran glauben. Gegen 15.30 Uhr wurden wir nach unserer Ankunft am Bahnhof zum Jugendhotel Youtel in Bitburg abgeholt. Dort erwarteten uns schon einige Teams sowie die Bundesjugend, aber auch ein warmes Essen. Am Abend standen die Begrüßungsveranstaltung und die Präsentation des Kulturteils in der nahegelegenen Halle 300 an. Wir merkten bald, dass wir mit unserer Auswahl für den ASJ-Song nicht die einzigen waren, aber wir haben uns alle ganz gut geschlagen bei unserer „Performance“. Damit ließen wir den Abend auch ausklingen. Der Freitag war der große Tag. Nach dem Frühstück im Speisesaal folgte für die Schülergruppen der theoretische Test in Erster Hilfe und Allgemeinwissen. Wie üblich hatte sich die Bundesjugend auch manche ziemlich kniffligen Fragen ausgedacht. Die Jugendgruppen absolvierten währenddessen die praktischen Aufgaben.bjw2008_1.jpg Dem Test folgte das Mittagessen. Danach ging es auch für uns an die Erste-Hilfe- und Geschicklichkeitsstationen. Wir begannen mit dem Kistenlauf, bei dem wir eine Strecke von 10 m geschickt auf 4 Kisten zurücklegen mussten, jede Kiste musste dabei ständig berührt werden. Kurz vor der Ziellinie gab es einen Fehltritt und wir mussten von vorne anfangen, aber trotzdem war es ein riesen Spaß. Es folgte die erste EH-Station. Eine schwere Unterarmverbrennung und eine Patienten mit einer in der Hand steckenden Gabel waren zu versorgen. An der folgenden EH-Station waren eine Patienten mit Amputation der Hand (durch einen Rasenmäher) und eine Bewusstlose zu versorgen. Manchem verlangten die realistisch geschminkten Verletzungen schon etwas ab. Als nächstes hatten wir an einer Geschicklichkeitsstation einen Basketball, der auf vier Seilen lag, von einem Korb in den entfernten anderen zu heben. Das forderte Konzentration und Feinfühligkeit, doch als Team schafften wir es, den Ball nicht fallen zu lassen. Zur Abwechslung kam nun wieder eine EH-Station. Eine Autofahrerin hatte eine Radfahrerin angefahren. Neben der Versorgung eines gebrochenen Beines und der Betreuung der Autofahrerin brachte uns auch die korrekte Absicherung der Unfallstelle viele Punkte ein. Nun fehlten noch zwei Stationen. Bei der nächsten Geschicklichkeitsstation haben wir uns regelrecht amüsiert. Aufgabe war es, auf einem BobbyCar eine markierte Strecke zurückzulegen, nur musste man dabei den Größenunterschied von uns Schülern zu Kleinkindern bedenken.bjw2008_2.jpg Man kann sich also vorstellen, dass es viel zu lachen gab. Die letzte EH-Station, für uns die schwerste, fanden wir dann auf dem Flugplatz. Zwei Personen hatten Fußball gespielt, aber nicht ohne Verletzungen. Als wir eintrafen, kam uns bereits ein Patient mit einer Gehirnschütterung entgegengelaufen, der sofort erbrechen musste. Die angemessene Lagerung war hier genauso wichtig wie bei der zweiten Verletzten, die einen Nasenbeinbruch erlitten hatte. Als wir abends beim Grillen zusammensaßen, waren wir erledigt. Doch unsere gute Teamarbeit und unsere Leistung stellten uns zufrieden, auch wenn uns manchmal Patzer unterlaufen waren. Für den Samstag war das Stadtspiel geplant. Alle Teams bekamen Aufgaben zur Bitburger Innenstadt, mussten Figuren und Plätze finden, Fragen beantworten und kurze Geschichten schreiben. Da wir nur bis um 12 Uhr Zeit hatten, begannen wir bald, mit Tempo durch Bitburg zu laufen. Nach dem Mittagessen waren für den Nachmittag drei verschiedene Rahmenprogramme vorgesehen. Einige Teilnehmer vergnügten sich im Naturcamp Eifel beim Abseilen, Klettern und Bogenschießen, andere besuchten den Hochseilgarten, die nächsten genossen das sonnige und heiße Wetter bei einer Stadtführung durch Luxemburg. Am Abend war dann die große Entscheidung gekommen.bjw2008.jpg Neben den Siegern des ASJ-Kampagnenwettbewerbs wurden natürlich auch die Einzel- und Gruppensieger des BJWs bekannt gegeben. Nach dem Buffet wurde es spannend, Simon Dagne, der Bundesjugendleiter, verstand es, die Teilnehmer nervös werden zu lassen, als er die Ergebnisse verkündete. Letztendlich hat die Schülergruppe aus Lübeck den zweiten Platz in der Gesamtwertung erreicht, Yannick Britt den zweiten und Lena Jumpertz den dritten Platz in der Einzelwertung. Wir waren stolz auf unsere Leistungen vom Vortag und unsere gute Teamarbeit und ließen den Tag bis in die Nacht beim Feiern in der Bar des Youtels ausklingen. Die Rückfahrt am Sonntag begann um 10.30 Uhr, gegen 19.50 Uhr kamen wir in Lübeck an, glücklich, aber auch erledigt von den vergangenen Tagen. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Wettbewerbe und auf den großen Spaß, die sie immer mit sich bringen.

Viele Grüße von der ASJ Lübeck
 
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